 |
In 8 km Luftlinie gelegen von der SSE aus Volterra, stellt
das Waldgebiet von Berignone-Tatti seit jeher das Sinnbild
endlosen Gehölzes, verworrener Macchia, üppiger
und artenreicher Tierwelt, harter Arbeit der Holzfäller
und Köhler und natürlicher oder besser gesagt grober,
wilder und intakter Natur dar.
Ehemals vor allem als enormer Brennholzvorrat für die
Dampfkessel des Salzwerkes in Volterra genutzt, ist diese
grüne Hügelgruppe nichts anderes als ein grosses
ellipsenförmiges Seedepots aus dem vorgerückten
Miozän (Sedimentgestein, Mergel, Lehm), heute bedeckt
von Mischwäldern aus Laubbäumen (laubabwerfende
und immergrüne) und dichter mediterraner
Macchia (Verband
aus Zerreiche, Steineiche, Blumenesche, Baumheide etc.).
Das Castello dei Vescovi (auch bekannt als „Torraccia)
aus dem 10. Jahrhundert, dessen Reste auf einem hohen Ausläufer
(231 Meter) über dem Zusammenfluss des Botro al Rio
und T. Sellate liegen, erinnern bis heute an die langen und
gewaltätigen Auseinandersetzungen zwischen den Bischöfen
Volterras und der städtischen Gemeinde. Das Schloss,
ehemals wichtiger Sitz einer Münzanstalt Volterras,
wurde mehrmals zerstört und wiederaufgebaut, bis es
im 16. Jahrhundert komplett verlassen wurde.
|